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Happiness Journey

Back to the roots…

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So, da wären wir am Anfang meines Projekts „Hamsterradausstieg“. Es muss sich dringend etwas ändern, so viel ist klar. Ich möchte mich nicht mehr ständig abgehetzt und ausgelaugt fühlen und die Zeit, die mir neben der Arbeit bleibt, besser ausfüllen. Aber womit eigentlich? Klar, da sind einerseits die notwendigen Aufgaben: Duschen/Körperpflege im Allgemeinen, Einkaufen, Essen kochen, Putzen, und was sonst noch so dazu gehört. Eine lange Liste mit Dingen, die sich nicht vermeiden lassen, auch wenn sie nicht unbedingt viel Spaß machen. Und dann sind da noch die Dinge, die Spaß machen. Aber welche sind das in meinem Fall eigentlich? Natürlich verbringe ich gerne Zeit mit meinem Mann, unserer Familie, unserem Freundeskreis und meinen Freundinnen. Ich lese außerdem gerne. Mehr fiel mir so aus dem Stand gar nicht ein. Und das hat mich schon ein wenig entsetzt. Habe ich gar keine richtigen Hobbys mehr?! Wie war das denn früher als Kind? Da hatte ich eine ganze Menge Hobbys. Gelesen und mich mit Freundinnen getroffen habe ich da auch schon. Aber ich habe auch noch Klavier gespielt, viel gemalt, habe mich für Pflanzen und Tiere interessiert, kannte die Namen sämtlicher heimischer Pilze auswendig und habe gerne Geschichten geschrieben. Ich hatte ein Skateboard und war stolz darauf, den kleinen Berg in unserer Straße „im Stehen“ herunterfahren zu können. Auch auf Inlinern haben wir unsere Nachbarschaft unsicher gemacht und hatten nie Langeweile.

Wo ist das alles hin? Irgendwie habe ich all die Dinge, die mir früher Spaß gemacht haben, nach und nach aus den Augen verloren. Es fing während der Schulzeit schleichend an, dann kam die Ausbildung durch die ich in dem Bürojob gelandet bin, den ich auch heute noch ausübe. Mit dem Auszug in die eigene Wohnung kam dann nach Feierabend auch noch der Haushaltskram dazu und zack – weg sind die Hobbys! Wenn ich Feierabend habe und theoretisch ein wenig Zeit hätte, sitze ich oft einfach nur träge auf der Couch und bemitleide mich. Bemitleide mich, weil ich so müde bin, dass ich zu nichts mehr Lust habe. Irgendwo habe ich letztens einen Satz gelesen, der ungefähr so ging:“Man ist nicht müde, weil man zu viel getan hat, sondern weil man zu wenig getan hat, was man liebt.“ Der Satz trifft es ganz genau. Aber was liebe ich denn? Als Kind hätte ich ganz einfach gesagt: „Malen! Skateboard fahren! Geschichten ausdenken!“

Was wäre denn, wenn ich einfach mal auf meine alten Hobbys zurückgreifen würde? „Back to the roots“, sozusagen? Kann ich mit 35 immer noch Skateboard fahren? Macht mir Malen vielleicht auch heute noch Spaß? Auf jeden Fall würden all diese Dinge mal wieder für ein wenig Abwechslung in meinem Alltag sorgen! Wäre es nicht einen Versuch wert, das alte Skateboard, Knie-, Ellenbogen- und Handgelenkschoner in den Kofferraum zu laden und nach Feierabend einfach mal ne Runde damit zu fahren? Ich finde schon! Gleich morgen geht´s los!

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