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Happiness Journey

Aller Ausstieg ist schwer…

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Nachdem mir auffiel, dass ich schon seit längerer Zeit schlecht gelaunt und gestresst durch die Gegend hetze und jeder Tag von einer unterschwelligen, schwer greifbaren Unzufriedenheit geprägt ist, musste ich mir eingestehen, dass ich mitten drin bin: im Hamsterrad. Wobei der Vergleich mit dem Hamsterrad ja eigentlich hinkt. Denn der Hamster läuft gern in seinem Rad. Es macht ihm Spaß! Durch sein Laufen bewegt er das Rad. Das Rad dreht sich und dreht sich, solange der Hamster Lust am Laufen hat. Springt der Hamster raus, dreht das Rad noch ein paar einsame Runden und steht dann irgendwann still. Ich hingegen habe das Gefühl, dass ich mich in einem Rad befinde, das sich einfach von selbst dreht. Und ich muss laufen und laufen, solange das Rad will. Mal schneller, mal langsamer. Mal so schnell, dass ich kaum mitkomme und alle Kraft ins Laufen stecken muss, um nicht der Länge nach hinzufallen und aus dem Rad geschleudert zu werden. – Ok, so dramatisch ist es nicht, aber manchmal schon nah dran. Daher wird es höchste Zeit, mit einem eleganten Sprung aus dem Rad zu hüpfen! Hamster machen ja schließlich auch noch andere Dinge: fressen, schlafen, buddeln und alles, was im Hamsterbusiness sonst noch „in“ ist.

Aber wie kann ich den Ausstieg aus dem Rad schaffen? Auf der Suche nach einer Antwort auf diese Frage, bin ich auf verschiedenste Dinge gestoßen: Ich habe „The Secret“ von Rhonda Byrne gelesen und mich im Zuge dessen schon ein wenig mit dem Gesetz der Anziehung beschäftigt. Ich habe einige YouTube-Videos geschaut, die davon handeln, wie man durch eine gut geplante Morgenroutine angeblich einen ganzen Tag zum Positiven wandeln kann. In wiederum anderen Videos wurde mir erklärt, wie ich die Kraft der Edelsteine nutzen und mittels Numerologie Botschaften des Universums empfangen kann. „Hilfe, bist du schon so tief gesunken?“, ruft meine innere Stimme dann immer, denn eigentlich tut ein großer Teil von mir alles aus dieser Richtung sofort als esoterische Spinnerei ab. Und wenn ich ganz ehrlich bin, glaube ich auch nicht, dass dort der richtige Weg für mich liegt. Den richtigen Weg für mich sehe ich aber ebenso wenig in den zahlreichen Videos einiger „Hochglanz- YouTuber“, die selbständig arbeiten und sich nach freiem Ermessen Zeit für eine zweistündige Morgenroutine freischaufeln können. Hut ab vor der Arbeit, die sie in solche Videos stecken. Aber wann bitte soll ich denn aufstehen, um eine Stunde zu meditieren, joggen zu gehen, gesund zu frühstücken und mich anschließend so zu stylen, als ginge ich nicht zur Arbeit, sondern auf die Fashionweek?! Nein, das ist nichts für mich. Aber die Sache mit dem Gesetz der Anziehung, das – ganz simpel erklärt – darauf beruht, dass man mit positiven Gedanken alles erreichen kann, was man nur will, klingt ganz verlockend. Und zu verlieren hat man dabei ja im Grunde auch nichts?!

Es muss doch irgendwie möglich sein, ein ganz normales Durchschnittsleben wenigstens ein bisschen spannender, lustiger und ein klein wenig stressfreier zu gestalten, auch wenn man nicht viel Spielraum hat, um die Rahmenbedingungen zu verändern. Denn wenn ich nicht im Lotto gewinne, wird die Arbeit wohl weiterhin einen großen Teil meines Lebens ausmachen und meine Freizeit entsprechend einschränken. Und Arbeitstage laufen nun mal im Großen und Ganzen immer gleich ab. Fast wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Ich mag niedliche Nagetiere sehr gern und wir haben auch schon zwei puschelige Hamster unter unserem Dach beherbergt. Aber trotzdem will ich nicht länger einen Nagetier-Sport betreiben!
Auf diesem Blog möchte ich daher einen kleinen Selbstversuch dokumentieren: Was hilft beim Sprung aus dem Hamsterrad? Wie kann man dauerhaft draußen bleiben?
Ich will versuchen, meine „Strategien“ sowie die Erfolge und Niederlagen dabei hier mehr oder weniger tagebuchartig zu dokumentieren.

Ich bin gespannt, ob es mir am Ende sogar gelingt, neben dem Hamsterrad in der Wiese zu sitzen und einen Cocktail zu trinken! 🙂

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